Amalgam-Sanierung
Was ist Amalgam?
Amalgam nennt man die Legierung anderer Metalle
mit Quecksilber. Es wird seit etwa 1820 in den USA, verstärkt
seit der Mitte des 19. Jahrhunderts als Zahnfüllmaterial eingesetzt;
seit den 1970er Jahren werden die "gamma-2-freien" Amalgame
eingesetzt. Sie sind bei ISO 1559 standardisiert. Dem Zahnarzt wird
ein Legierungspulver (die "Feilung") aus ca. 40% Silber,
28% Zinn, 27% Kupfer, 3% Zink, 2% Quecksilber geliefert. Er mischt
das Pulver im Verhältnis 1:1 mit reinem, flüssigem Quecksilber.
Die Mischung - das Amalgam - dehnt sich während der Aushärtung
(einige Stunden) um rund 0,1% aus; dadurch wird der Randspaltbildung
vorgebeugt. Das Amalgam hat dann einen Quecksilberanteil von rund
51 %.
Amalgamfüllung
Amalgam ist kostengünstig, wird von
den Krankenkassen getragen und vom Zahnarzt leicht zu verarbeiten.
Es erfüllt seine wichtigsten Aufgaben - stabile Kaufläche
und Verschluß des Zahnnervs - auch bei handwerklich schlechter
Verarbeitung. Es ist deshalb bei den (nicht informierten) Zahnärzten
beliebt. Amalgam wird auch häufig in der Füllung belassen,
wenn eine Füllung oder Krone aus anderem Material darüber
gesetzt wird. Die heute gebräuchlichen "Non-gamma-2-Amalgame"
wurden entwickelt, weil sie weniger korrodieren und den Randspalt
besser verschließen. Leider geben sie während der Liegezeit
deutlich mehr Quecksilber als die älteren Amalgamvarianten
ab, weil sich an ihrer Oberfläche kleine Quecksilbertröpfchen
bilden, die verdampfen. Wenn der Zahnarzt die Amalgamoberfläche
nicht oder schlecht poliert, dann nimmt die Oberfläche wegen
der mikroskopisch kleinen Unebenheiten zu und es verdampft mehr
Quecksilber.
Amalgamsanierung
Gerne nehmen wir in Zusammenarbeit mit einem
Heilpraktiker eine Amalgamsanierung vor. Wir erstellen dazu ein auf
Sie individuell zugeschnittenes Behandlungskonzept. |